Anfrage - COVID-19 - Häusliche Gewalt

08.04.2020

Experten befürchten im Zuge der aktuellen Beschränkungen, dass die häusliche Gewalt gegenüber Frauen und Kindern deutlich zunehmen wird. Viele Beratungsstellen und Frauenhäuser registrieren bereits jetzt einen deutlichen Zuwachs an Hilfesuchenden. Insbesondere Frauenhäuser stehen Berichten zufolge vor erheblichen Herausforderungen, da sie bereits vor den Entwicklungen und Einschränkungen rund um das Coronavirus ihr Kapazitätslimit erreicht haben. Falls dringender Handlungsbedarf besteht, ist Schwentinental dazu angehalten, ein Notfall-Maßnahmenpaket für die betroffenen Frauen und Kinder aufzustellen.

Vor diesem Hintergrund stellt die FDP-Fraktion folgende

Anfrage

zu einem möglichen Anstieg häuslicher Gewalt durch die Corona-Krise:

  1. Gibt es Erkenntnisse, ob es in Schwentinental wegen der aktuellen Beschränkungen einen Anstieg häuslicher Gewalt gegenüber Frauen und Kindern gibt?
  2. Wenn ja, sind nach Auffassung der Verwaltung gesonderte "Notunterkünfte" für Opfer häuslicher Gewalt notwendig, die aufgrund von Erkältungssymptomen o.ä. ggf. nicht mehr im Frauenhaus aufgenommen werden, um dort Zuflucht zu finden und ärztlich behandelt sowie seelisch versorgt werden zu können?
  3. Was tut die Stadtverwaltung, um die Bevölkerung für das Ansteigen von häuslicher Gewalt zu sensibilisieren?