Antrag - Medienkonzept Schulen

01.02.2021

Die FDP-Fraktion stellt zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur, Paten und Patenschaften folgenden


ANTRAG


Der Ausschuss möge beschließen:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, in Kooperation mit den Schwentinentaler Schulen, sehr schnell dafür zu sorgen, dass alle Schülerinnen und Schüler unserer Schulen technisch in die Lage versetzt werden am digitalen Unterricht (IServ, it´s-learning, etc.) teilnehmen zu können.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, in Kooperation mit den Schwentinentaler Schulen, ein ganzheitliches Medienentwicklungskonzept zu entwickeln. Hierzu sind u.U. auch externe Experten hinzuzuziehen. Hierbei sind vor allem folgende Aspekte zu berücksichtigen:

    a) Schulisches Medienkonzept
    b) Technisches Konzept
    c) Finanzierungskonzept


Begründung:
Die Corona-Pandemie hat in den letzten 12 Monaten schonungslos offenbart, welche Chancen und Notwendigkeiten in der Digitalisierung des Unterrichts liegen. Eine Gefahr des digitalen Unterrichts ist allerdings, dass Schülerinnen und Schüler abgehängt werden, die hierzu zu Hause nicht die technischen Voraussetzungen haben.

Die Antworten der Verwaltung auf die Anfrage der FDP bzgl. des "Digitalen Unterrichts" haben ergeben, dass nicht alle Schwentinentaler Schülerinnen und Schüler über die notwendige Infrastruktur verfügen, um zu Hause am digitalen Unterricht teilnehmen zu können. In einem Fall wurde durch die Schule noch gar keine Abfrage bei den Schülerinnen und Schülern bzw. deren Eltern vorgenommen. Und dies, obwohl die Schulen in den letzten Monaten ausreichend Zeit gehabt hätten, sich auf die bevorstehenden Herausforderungen in Bezug auf den digitalen Unterricht vorzubereiten.

Dieser Zustand muss schnellstmöglich geändert werden, denn wir dürfen nicht in die Gefahr laufen an unseren Schulen eine "Zwei-Klassen-Beschulung" durchführen zu müssen. Der Perspektivplan der Landesregierung sieht ab dem 15. Februar erst bei einer landesweiten 7-tägigen Inzidenz von unter 35 (aktuell 78,5) einen uneingeschränkten Präsenzunterricht in allen Jahrgangstufen vor. Insofern ist davon auszugehen, dass der digitale Unterricht in Teilen auch noch länger durchgeführt werden muss.

Unsere Bildungseinrichtungen müssen sich aber auch außerhalb der Corona-Pandemie vermehrt darauf vorbereiten, junge Menschen bei der Orientierung in diesen digitalen Welten zu unterstützen. Jugendlichen greifen täglich oder mehrmals pro Woche auf das Internet zurück, gleichzeitig existiert der Wunsch nach mehr Orientierungshilfe zum Einsatz dieser Medien. Richtig eingesetzt können digitale Medien an Schulen dabei helfen, Schülerinnen und Schüler beim Erkunden digitaler Welten und Umgebungen an die Hand zu nehmen. Aber auch abseits hiervon kann durch die Möglichkeiten der Digitalisierung die allgemeine Lernumgebung bereichert, und neue Anreize zur Informationsaufnahme und -verarbeitung gesetzt werden. Hierfür bedarf es aber eines ganzheitlichen Konzeptes, das in Zusammenarbeit mit den Schulen entwickelt werden muss.